Die Welt ist ein gefährlicher Ort!
Sie war es, Sie ist es und Sie wird es bleiben!
Die Politik, oder besser gesagt die Geopolitik ist ein grosses Spiel.
Für die Mitspieler ist die Welt ein grosses Schachbrett mit einer unendlichen Zahl an Figuren.
Für die USA schlug am 1. Mai 2011 die Stunde der Vergeltung. Mit Bin Ladens Tötung rächten sie die Schmach des 11. September, und für viele amerikanischen Bürger war damit der Gerechtigkeit Genüge getan. Die USA scheinen wieder «da» zu sein!
Endlich scheint sie vorbei zu sein die «Zeit des Niederganges». Auch in Europa wittern die «Atlantisten» Morgenluft; die USA zeigen wieder ihre Allmacht vor der sich scheinbar kein «Schurken» schützen kann. Weggefegt, zumindest für einige Tage, scheint die desaströse Stimmung in Folge der Systemkrise welche die USA und der Westen durchmachen.
Trotz all der Euphorie sollte aber nicht vergessen werden, dass die Operation «Geronimo» keines der Probleme gelöst hat.
Wir erleben eine gewaltige Verschiebung der weltweiten geopolitischen Realitäten.
Das grosse Buch der Weltgeschichte ist eben nicht zu Ende geschrieben, ein neues Kapitel ist eröffnet worden, und noch weiss niemand was darin stehen wird.
Geschrieben sind erst die ersten Sätze.
Die hegemoniale Macht der USA verschwindet zusehend.
Staaten, welche noch vor wenige Monate fest im geopolitischen System der USA eingebettet schienen, scheren aus dieser Ordnung aus.
Senator John McCain, ehemaliger Kandidat der Republikanischen Rechten bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA, forderte während seinem Besuch im umkämpften Libyen, die US-Regierung auf, die Übergangsregierung des libyschen Nationalrats als „die legitime“ Regierung von Libyen anzuerkennen.
Was für eine Wende! …Vor 20 Monaten, ganz genau am 14. August 2009, war Senator John McCain ebenfalls in Libyen zu Besuch. Damals traf er Muhamar al Gaddafi in Tripolis und lobte ihn für „seine Rolle als Friedensstifter in Afrika.„
Im August 2009 führte Senator John McCain eine Delegation von noch weiteren drei Senatoren an, die libysche Delegation bestand damals aus Muhamar al Gaddafi, seinem Sohn Moutassim, und drei weiteren hohe Beamten. Im April 2009 hatte Gaddafis Sohn Moutassim (damals im Amt als Berater für nationale Sicherheit) in Washington US-Aussenministerin Hillary Clinton noch getroffen.
Libyen wurde damals noch als „wichtiger Verbündeter im Krieg gegen den Terrorismus“ gesehen und libysche Militärs auch in den US- Militärakademien ausgebildet.
Banken gerettet, Geld gewaschen….wo ist das Problem
378 Milliarden- ja,Milliarden–Dollar (entspricht etwa einem Drittel vom mexikanischen PIB)von einemamerikanischenBankeninstitut zugunstendermexikanischenDrogenkartellegewaschen:Der britische Observerhateinen gigantischen Hasen (passt zu Ostern) aufgescheut, welcher bishervon den Medien absolut ignoriert wurde.
Die ganze Geschichte ist so atemberaubend, dass auch der von John Le Carre dazu geschriebenen Roman es kaum noch übertreffen kann…
How a big US bank laundered billions from Mexico's murderous drug gangs
21/04/2011
As the violence spread, billions of dollars of cartel cash began to seep into the global financial system. But a special investigation by the Observer reveals how the increasingly frantic warnings of one London whistleblower were ignored...
Pendant la crise, une banque US sauvée par l'argent de la drogue
21/04/2011
378 milliards –oui, milliards– de dollars blanchis par une des principales banques américaines, au bénéfice des cartels de la drogue mexicains : une enquête de The Observer vient de lever un gigantesque lièvre, ignoré jusqu'ici des médias français ou américains. L'histoire est encore plus ahurissante quand on constate qu'elle sert de toile de fond au dernier roman de John Le Carré...
"The riches, power, and honour of a monarch arise only from the riches, strength, and reputation of his subjects. For no king can be rich, nor glorious, nor secure, whose subjects are either poor or contemptible." THOMAS HOBBES, "LEVIATHAN"
Es ist Iran,…du Dummkopf!....Ja!..aber ist das so sicher?
Keinen Kuchen ohne schöne Dekoration….aber wo finden wir jetzt diese „Kirschen“?
Die finden wir bei McClatchy Newspapers welche am 17. April ein Paar interessante Dokumente präsentierte. Dokumente welche uns die extremen Schwierigkeiten zeigen für die USA (privilegierte Verbündete der Saudis) an verlässliche Informationen über Iran zu kommen.
Saudi-Arabien, und im Gefolge sämtliche Emirate am Golf, scheinen gegenüber Iran eine wachsende Wut und Besessenheit, an den Tag zu legen.Mit schon fast paranoidem Eifer wird Iran für das, in der Arabische Welt, revolutionäre Begehren nach mehr Rechte und Freiheit verantwortlich gemacht. Vor allem die Lage in Bahrain wird mehr und mehr zum Konfrontationspunkt zwischen Saudi-Arabien und Iran.
Am 16. April 2011 publizierte das Wall Street Journal eine längere Analyse über den neuen Kalten Krieg zwischen (Saudi-)Arabien und Iran. Eine direkte militärische Konfrontation wird in Betracht gezogen. Die Analyse sieht Parallele zwischen dem "Prager Frühling" von 1968 und den "arabischen Frühling" von 2011.
Noch im September 2010 ging die überwiegende Mehrzahl der Experten davon aus, dass das Ausmass des US-Haushaltsdefizits lediglich Gegenstand von Theoriediskussionen bleiben werde; und dass es abwegig wäre zu glauben, dass die USA gezwungen sein könnten, ein Sparprogramm aufzulegen.
Die FED konnte ja unbegrenzt Dollars drucken, in Umlauf bringen und damit das System am Laufen halten.
Gemäss The Guardian vom 13 April 2011 haben tausend Ökonomen einen Brief unterzeichnet in welchem sie die Finanzminister der G-20 Staaten auffordern eine „Robin-Hood-Steuer auf Finanztransaktionen einzuführen.
Unter Ihnen, Jeffrey Sachs von der Columbia University, Dani Rodrik, Harvard und Ha-Joon Chang von Cambridge
Die Ökonomen weisen darauf hin, dass eine Steuer auf Finanztransaktionen von nur 0,05% Hunderte von Milliarden Dollar Einnahmen bedeuten würden.
In a letter addressed to policymakers from the G20 countries, the economists urge them to impose a "Robin Hood tax", which would emulate the English folk hero by robbing from the rich to give to the poor. Signatories include Jeffrey Sachs, director of the Earth Institute at Columbia University who is an influential adviser to Ban Ki-moon, secretary general of the United Nations; Dani Rodrik, from Harvard, and Ha-Joon Chang, from Cambridge. Nobel prize winners Joseph Stiglitz and Paul Krugman have also backed the letter.
They argue that if a tax were levied on transactions such as currency trading at just 0.05%, it could raise hundreds of billions of dollars to be ploughed into international development and climate change projects. Some of the proceeds could also be retained by governments in the countries where the transactions take place, including the UK, helping to repair the hole in governments' coffers.
Die EU und damit auch der EURO-Raum befinden sich zweifelsohne in einer grossen Krise. Oder besser gesagt die EU befindet sich zurzeit mit mehreren Krisen gleichzeitig konfrontiert.
Nur ist das Wort Krise in Zusammenhang mit der EU nichts Neues. Seit der Entstehung der EWG, via EG bis zur Gründung der EU, hat jede Krise die Gemeinschaft „Europa“ vorwärts gebracht, oft mit knirschenden Zähnen einiger Beteiligten. Die nötigen Entscheidungen zu treffen wird durch die grössere Zahl der Mitgliedsstaaten natürlich auch nicht vereinfacht.
Das Mühsame an den Entscheidungsprozesse erklärt sich nicht ausschließlich mit den Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen europäischen politischen Personals, selbst die älteren Politiker wie z.B. Helmut Schmidt, Valéry Giscard d’Estaing und Jacques Delors hatten es nie mit einer Krise von diesem Ausmass zu tun.
Um die Herausforderungen der Zukünftige Weltordnung bestehen zu können, muss die EU einige tiefgreifende Strukturreformen durchführen. Ein Ziel könnten Bundesstaat ähnliche Strukturen sein (hierbei könnte die Eidgenossenschaft als Beispiel dienen); dies bedeutet aber einen „Souveränitätsverlust“ für die einzelnen Mitgliedstaaten. Zu begrüssen wäre auch, dass die Wahlen, welche in diverse EU-Staaten anstehen, Regierungen hervorbringen welche mit mehr Unabhängigkeit gegenüber den Wirtschafts- und Bankenlobbys handeln.
Die Neoliberale haben die erste Schlacht gewonnen...zumindest sieht es danach aus.
Aber der Kampf geht weiter.
Einer der Paradoxe der aktuellen Krise ist, dass obwohl die Neoliberale Globalisierung ihre hässlichste Seite gezeigt hat (diese negative Auswüchse werden sogar in den sonst eher zurückhaltende Medien breit aufgegriffen), sie als scheinbare Siegerin aus dem Kampf gegen die Politik und die Gesellschaft insgesamt zu gehen scheint. Zumindest in dieser Runde.
Als wäre nichts geschehen wird die NeoliberaleAgenda unbeirrt weiter getrieben.
Die Finanzinsdustrie wandert weiter auf den Pfade welche die Krise erst möglich machten.
Grosse Worte einiger Politiker scheinen längst verpufft zu sein, das Volk schaut zu und reibt sich die Augen.
Und in der Tat, wenn man die Nachrichten (nicht nur der Finanzteil) der letzten Wochen durchgeht, scheint ja alles bestens zu sein. Die Gewinne sprudeln. Die fruchtbaren Geister der Finanzjongleuren erfinden neue Finanzkonstrukte und Derivaten. Neue Wege werden ausgelotet um der „staatlichen Kontrolle“ zu entgehen.
Immer noch (oder schon wieder) werden Gehälter und Prämien in astronomischer Grösse ausbezahlt.
Perfekt!....zumindest für die Finanzindustrie!
Das System wurde gerettet, geändert hat sich nichts!
Schlimmer noch, einige der Finanzinstitute die schon vor der Krise eine bedrohliche Grösse hatten sind noch grösser und noch gefährlicher geworden.
Die Herolde des Neoliberalismus verbreiten in den Massenmedien weiterhin die gleiche Mantra.
In der französische Finanzzeitung les Echos war vor ein Paar Tage ein interessantes Editorial zu lesen (oder zu geniessen), darin schoss der Journalist DominiqueSeux einen Pfeil gegen die Angestellten der EDF (ca. 60'000 Angestellten) welche eine Gehaltserhöhung von 4.4% durchsetzen konnten. Es ist zwar nicht gerade ein Skandal, aber es könnte ja Begehrlichkeiten wecken in anderen Branchen. Allerdings, (als Zückerchen) hat Herr Seux, an der 45% Gehaltserhöhung des Herrn Proglio, der oberste Boss der EDF, nichts auszusetzen.
Die Finanzindustrie, welche mit Milliarden an staatlichen Geldern (die Zeche zahlt der Steuerzahler) gerettet wurde gebärdet sich ähnlich wie der Skorpion, welcher auf dem Rücken des Frosches einen Fluss überqueren wollte und ihm auf halben Weg den tödlichen Stich setzte. Als Entschuldigung meinte der Skorpion dann schlicht, es wäre halt in seiner Natur.
Getrieben von der Gier wenden sich die Märkte gegen diejenigen die sie aus dem Sumpf gezogen haben und plündern weiter.